Barca zu stark - jetzt wartet Nantes

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In verletzungsbedingter Abwesenheit ihres Cheftrainers Nikolaj Jacobsen (Knie-OP) haben die Rhein-Neckar Löwen beim Top-Klub Barca Lassa am Samstagabend 25:30 (12:20) verloren.

Nach einem 0:4-Start und dem 12:20 zur Pause drohte den Badenern am 14. und letzten Vorrunden-Spieltag der VELUX EHF Champions League ein Debakel, das sie mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause abwenden konnten. Die Löwen schließen die überragend besetzte Gruppe A als Fünfter ab und treffen im Achtelfinale auf HBC Nantes. Beste Torschützen am Samstag sind Filip Taleski und Jannik Kohlbacher mit je sechs Treffern.

Das Hinspiel wird am Mittwoch, 20. März, in der SAP Arena stattfinden. Das Rückspiel wird voraussichtlich am Samstag, 30. März, in Nantes ausgetragen.

Am Samstagabend mussten sowohl Barca Lassa, als auch die Löwen ohne ein Trio antreten: Bei den Löwen fehlten die Herren Nielsen, Fäth und Sigurdsson, bei Barca Lassa Mortensen, N’guessan und Sorhaindo. In der ersten Halbzeit sah „Ersatzcoach“ Oliver Roggisch eine schwache Abwehr und „viel zu viele technische Fehler im Angriff“. In der zweiten Hälfte hätten es seine Jungs deutlich besser gemacht. „Außerdem hatten wir einen fantastischen Mikael Appelgren im Tor.“ Der Schwede war mit 14 Paraden der beste Löwe.

Der Start in die Partie könnte aus Löwen-Sicht nicht schlechter sein: Während Barca Lassa die ersten vier Versuche eiskalt versenkt, leisten sich die Badener drei Fahrkarten. Schließlich gelingt Filip Taleski das erste Löwen-Tor (4.). Weil Kevin Möller im Barca-Tor weiter den Spielverderber gibt, verlieren die Löwen immer mehr an Boden. Auf Taleskis 5:2 legen Victor Tomas, Ludovic Fabregas und Lasse Andersson die nächste Dreierserie für die Blauroten hin, steht es nach etwas mehr als elf Minuten 8:2 für Barcelona. In einem teils wilden Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten sind es Mikael Appelgren und Jerry Tollbring, die für die wenigen Löwen-Erfolgserlebnisse sorgen. Appelgren hält sieben Würfe, die allesamt frei auf sein Tor kommen. Tollbring trifft vier seiner fünf Würfe.

Das war es aber auch schon mit den positiven Nachrichten aus dem Löwen-Lager. In der Abwehr finden sie nie einen Zugriff, vorne unterlaufen einfachste Passfehler. Beim 15:7 durch Dos Santos (23.) deutet sich ein Debakel an, das die Löwen zumindest bis zur Pause noch in Grenzen halten. Mit 20:12 geht es in die Kabinen. Die Lücken in der Löwen-Abwehr sind erschreckend, Barca Lassa kann teilweise ohne Körperkontakt durchmarschieren. Dazu kommen durch die vielen Angriffsfehler drei Treffer ins leere Tor, zwei davon durch den superstarken Torwart Möller. Die Vorgabe für Durchgang zwei ist klar: stabilisieren – und wenn möglich ein Desaster verhindern.

Und tatsächlich: Nach dem Wechsel zeigen sich die Löwen an allen Fronten verbessert. Mit Vladan Lipovina für Alex Petersson kommt Wurfgewalt ins Spiel. Der Montenegriner trifft zum 21:15 (34.) sowie zum 23:18 (40.) und 27:22 (45.) – alle drei Schüsse schlagen mit Urgewalt im Barca-Tor ein. Überhaupt ziehen die Badener nun viel entschlossener zum Tor. Taleski agiert jetzt deutlich effizienter, Jannik Kohlbacher startet voll durch. Binnen kurzer Zeit schraubt der Kreisläufer seine Ausbeute von einem auf sechs Treffer, sein 28:23 (48.) hält den Rückstand in Grenzen. Dass die Löwen nicht noch näherkommen, liegt am Wiedererstarken von Barca-Schlussmann Möller, der am Ende wie Torwart-Kollege Appelgren 14 Paraden landet.

Ansonsten aber steigern sich die Gelben über die gesamten zweiten 30 Minuten, gewinnen die zweite Hälfte mit 13:10 und halten die Niederlage mit 30:25 aus Barca-Sicht in erträglichem Ausmaß. Nun gilt es, die Länderspielpause zu nutzen, frische Kräfte zu sammeln, Verletzungen auszukurieren. Das nächste Spiel steht am 14. März an. Dann geht es in der SAP Arena gegen die HSG Wetzlar.

Barca Lassa – Rhein-Neckar Löwen 30:25 (20:12)

Barcelona: Perez de Vargas, Möller (2) – Tomas (4/1), Enterrios (2), Andersson (5), Arino (1), Gomez Abello (1), Syprzak (5), Dos Santos (1), Dolenec, Mem (2), Duarte (1), Ilic, Palmarsson (2), Fabregas (4), Pascual Garcia

Löwen: Appelgren, Palicka – Schmid (3), Lipovina (3), Radivojevic (1), Tollbring (5/3), Abutovic , Mensah, Groetzki, Taleski (6), Guardiola, Petersson (1), Kohlbacher (6)

Trainer: Xavier Pascual Fuertes – Oliver Roggisch

Schiedsrichter: Nenad Nikolic / Dusan Stojkovic (Serbien)

Strafminuten: / - Abutovic (2), Kohlbacher (2)

Siebenmeter: 2/3 – 1/2

Barcelona: Dolenec scheitert an Appelgren (14.)

Löwen: Tollbring scheitert an Möller (55.)

Spielfilm: 4:0, 4:1, 8:2, 8:3, 10:3, 10:4, 12:4, 12:7, 15:7, 17:10, 19:11, 20:12 (HZ), 21:12, 21:15, 22:16, 23:17, 25:20, 27:22, 28:23, 30:25 (EN)

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