Enttäuschte Gesichter und hängende Köpfe

2.Bundesliga
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Enttäuschte Gesichter und hängende Köpfe gab es beim TV Großwallstadt nach der 22:26-Niederlage gegen den TV Hüttenberg. Dabei hatte sich die Mannschaft von Trainer Florian Bauer so viel vorgenommen, wollte das dritte richtungsweisende Spiel in Folge gewinnen, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Mit der Hypothek von vier Punkten in Folge ging der TVG die Partie gegen den Tabellenzehnten an. Doch es war beiden Teams anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Beide agierten nervös, vergaben die ersten Angriffe, ehe Michael Spatz und Dino Corak zum 2:0 einnetzten. Beim 4:2 (8. Minute) hatten die Hausherren noch die Nase vorn. Doch in der Folge glichen die Gäste zunächst aus und gingen ihrerseits mit 6:4 in Front. Nun schenkten sich beide Mannschaften nichts mehr, aber beide erlaubten sich ein paar technische Fehler und ein paar Fahrkarten zu viel. In der 23. Minute nahm Florian Bauer beim Stand von 9:10 die Auszeit, justierte seine Jungs neu. Aber es dauerte noch drei Minuten, ehe Marcel Engels zum 11:11 traf. TVG-Torhüter Jan-Steffen Redwitz hielt einen Gegenstoß von Christian Rompf und Michael Spatz nutzte den Pass zum 12:12. Florian Eisenträger ergriff die Chance zum 13:12, doch der TVH zog per Strafwurf gleich. Die letzten Minuten vor der Pause waren hartumkämpft. Jeder hatte die Möglichkeit zum Führungstreffer. Letztlich trennten sich die Kontrahenten mit einem 13:13.

Die Hausherren hätten hier bereits die Führung übernehmen können, aber sie ließen ein paar Freie liegen. Die Abwehr allerdings stand gut und Jan-Steffen Redwitz stand seinem Gegenüber, Nikolai Weber, in nichts nach. Beide Keeper hatten bereits in der ersten Hälfte acht Paraden.
Nach dem Wechsel waren die Gäste in Ballbesitz, scheiterten aber an TVG-Torhüter Redwitz. So nach und nach agierten die Hüttenberger immer cleverer, hatten stets die Nase vorn und die TVG-Abwehr musste sich enorm strecken, um den Anschluss nicht abreißen zu lassen. Eine Schrecksekunde gab es kurz nach Wiederbeginn. Michael Spatz prallte im Kampf um den Ball mit einem Gegenspieler zusammen und konnte anschließend nicht mehr weiter spielen. Für ihn kam zunächst Antonio Schnellbacher. In der 41. Minute wuchs Keeper Redwitz über sich hinaus, hielt einen Strafwurf von Daniel Wernig inclusive dem Nachschuss. Auf der anderen Seite war es Lars Spieß, der per Siebenmeter den 16:17-Anschluss herstellte. Erneut zogen die Hüttenberger davon (19:16), auch weil der TVG ein Überzahlspiel nicht nutzen konnte. Wenige Minuten später glich der TVG aus und es war zweimal Lars Spieß, der für das 20:20 sorgte. Die Spannung war nicht mehr zu überbieten und die Partie stand Spitze auf Knopf. Doch innerhalb von 90 Sekunden lagen die Hüttenberger wieder mit 23:20 vorne. Es war zum Verzweifeln. Beim 21:25 (56.) nahm Florian Bauer die Auszeit, versuchte es mit einem siebten Feldspieler und einer völlig offensiven Deckung. Zu diesem Zeitpunkt knickte auch noch Mario Stark mit seinem lädierten Fuß erneut um und das Schicksal nahm seinen Lauf. Lars Spieß verkürzte noch einmal (22:25), doch dem Gast war der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Nun hat der TVG einige Tage Zeit, um sich auf das nächste Spiel am 29. März beim TuS Nettelstedt-Lübbecke vorzubereiten.

Emir Kurtagic (TVH-Trainer): „Ich bin sehr froh über die zwei Punkte. Für uns war es ein wichtiger Sieg und ein Ausgleich. Am Samstag haben wir zu Hause verloren und heute uns die Punkte zurück geholt.“

Florian Bauer (TVG-Trainer): „Ich war mit dem Angriff nicht zufrieden. Wir haben zu viele Bälle weggeworfen und zu viele Freie liegen gelassen. Bei sechs technischen Fehlern und sechs freien Bällen verlierst du dann halt mit vier Toren. Wir müssen nun schnell den Kopf wieder frei bekommen und uns auf das nächste Spiel vorbereiten.“

Großwallstadt – Hüttenberg 22:26

TVG:
Redwitz (1. bis 60. Minute, 14 Paraden) , Kugis (bei einem Siebenmeter eingesetzt); Spatz 5/4, Engels 2, Eisenträger 2, Blank, Erifopoulos (n.e.), Schnellbacher, Urban 4, Corak 2, Stark, T. Spieß 2, Keck (n.e.) , Winkler 1, L. Spieß 4/1, Göpfert (n.e.).

TVH:
Weber (1. bis 60. Minute, 15 Paraden) , Lorenz (bei einem Siebenmeter eingesetzt); Zintel 2, Fuß (n.e.), Sklenak 1, Belter (n.e.), Lambrecht 3, Wernig 3/3, Rompf 3, Zörb 3, Stegefelt 5, Mubenzem, Hahn 3/1, Klein 2, Uth (n.e.), Johannsson 1.

Zuschauer: 1621. – Schiedsrichter: Horath/Hofmann. – Siebenmeter: TVG 6/5 (Spatz scheitert an Weber), TVH 5/4 (Wernig scheitert an Redwitz). – Zeitstrafen: TVG 3 (Urban, Stark, T. Spieß); TVH 3 (Rompf, Zörb, Johannsson). –
Spielfilm:
2:0 (3. Minute), 4:2 (8.), 4.6 (14.), 6:6 (17.), 8:8 (21.), 9:11 (24.), 12:12 (28.), 13:13 (30.); 13:14 (33.), 14:16 (37.), 15:17 (38.), 16:19 (46.), 20:20 (51.), 21:24 (54.), 22:26 (60.).

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