Die Bedeutung ist schon extrem

Foto: Peter Pisa

3.Liga Süd
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Für die HSG Konstanz wird es am 11. und 18. Mai in den Aufstiegsspielen zur 2. Handball-Bundesliga richtig spannend, das letzte reguläre Heimspiel der Saison am Samstag, 20 Uhr, in der „Schänzle-Hölle“ gegen den HC Oppenweiler/Backnang bekommt beim SÜDKURIER-Spieltag jedoch ebenfalls einen feierlichen Rahmen mit Tombola, Meisterehrung durch den DHB und Showprogramm.

Zudem gibt es Tickets für die Relegation im Vorverkauf.

Über die Probleme des neuen Aufstiegsmodus, Lockerheit und Spaß trotz Fokus und die nahende Entscheidung sprach HSG-Pressesprecher Andreas Joas mit Fabian Wiederstein (siehe Foto). Der 23-jährige Kreisläufer mit Gardemaß (1,94 Meter, 106 Kilogramm) wechselte im Sommer vom HBW Balingen-Weilstetten, wo er auch einige Male in der ersten Bundesliga zum Einsatz kam, zur HSG Konstanz. Am Bodensee wird der in Esslingen geborene Junioren-Europameister von 2014 an der mit der HSG kooperierenden Fachhochschule HTWG nach Abschluss seiner Bachelor-Arbeit ein Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen aufnehmen. Mit 104 Toren in 27 Begegnungen ist er zweitbester Torschütze und Kreisläufer der 3. Liga Süd.

Fabi, bist Du zufrieden, was Dir der Osterhase gebracht hat? Waren Ruhe und Kraft für die Entscheidung darunter?
(lächelt) Ich war bei meinen Eltern daheim. Er hatte viel Freizeit für mich dabei, mit Freuden, Familie und Freundin. So konnte ich mich bestens erholen und auch den
Kopf frei bekommen. Das war sehr wichtig und hat sehr gut getan. Der Osterhase kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

Ist im Kopf nun auch schon der Schalter umgelegt worden, in Richtung Anspannung und Vorbereitung auf die Relegation?
Direkt nach Ostern beginnt die Vorbereitung. Ich freue mich richtig darauf. Jeder der Jungs hat Lust darauf, Gas zu geben. Jetzt geht der Fokus auf Eisenach. Wir haben drei Wochen. Bei allem Fokus dürfen wir allerdings nicht die Lockerheit und den Spaß verlieren. Sonst wird es nicht funktionieren.

War das letzte Spiel vor Ostern, das 32:32 gegen Neuhausen, als Weckruf dabei hilfreich?
Wir waren emotional einfach nicht bei 100 Prozent und nicht bei der Leistung aus den Wochen zuvor. Wenn du jedoch nicht bei 100 Prozent bist, wird es schwer, Spiele zu gewinnen. Dafür sind die Liga und Neuhausen zu gut. Auf der anderen Seite war es nach der Meisterschaft auch schwer, den Fokus und die Spannung zu halten. Wir haben die Pause gebraucht. Hier konnten Wunden geleckt und Verletzungen auskuriert werden. Das Spiel gegen Neuhausen war nicht gut, ich würde es aber auch nicht überbewerten.

Beim letzten Heimspiel, dem SÜDKURIER-Spieltag, ist einiges geboten. Was kann man auf dem Spielfeld vom Duell mit dem HC Oppenweiler/Backnang erwarten?
Wir werden gut vorbereitet in das Spiel gehen. Der Fokus wird dabei aber auf uns, nicht auf dem Gegner liegen. Wir wollen weiterkommen, uns spielerisch entwickeln, besser werden. Es klingt vielleicht blöd, aber: Die letzten beiden Spiele werden dabei Tests unter Wettkampfbedingungen. Und dann wollen wir gut vorbereitet und mit einem guten Gefühl in die Aufstiegsspiele gehen.

Hast Du nach dem Wechsel zur HSG im Sommer mit solch einer Saison, 47:9 Punkten und der Meisterschaft gerechnet?
Mit solch einem Saisonverlauf kann man nicht rechnen. Uns ist es gelungen, uns in der Runde konstant weiterzuentwickeln. Vor allem aber der Rückhalt durch die Fans hat mich sehr, sehr positiv überrascht. Es läuft, ich hoffe, es geht so weiter. Unser großes Ziel ist der Aufstieg. Dann können wir wirklich von einer guten Saison reden und die Spielzeit krönen.

Du bist zum ersten Mal seit einigen Jahren verletzungsfrei und stehst bei 104 Saisontoren. Was ist das Erfolgsrezept?
Verletzungsfrei zu bleiben ist das Wichtigste. In den letzten vier Jahren ist mir das mit zum Teil auch größeren Verletzungen leider nicht vergönnt gewesen. Dadurch bin ich auch nie wirklich in meinen Rhythmus gekommen. Deshalb achte ich auch darauf, dass alles drumherum stimmt. Ich weiß, was meinem Körper in Sachen Physiotherapie und Krafttraining guttut und tue viel dafür, meinen Körper zu pflegen. Andererseits musste ich erkennen, dass die Intensität manchmal auch herunter geschraubt werden muss und weniger mehr sein kann. Ich komme in unserem Spielsystem sehr gut klar. Gute Pässe machen es mir einfacher. Ich hoffe, wir bleiben alle gesund und das Zusammenspiel funktioniert weiter so gut. Es war ein super Jahr, hoffentlich kommen nun noch weitere Highlights dazu.

Bei den Terminen 11. und 18. Mai, macht sich da schon Vorfreude auf Spiele, „die ein Leben lang in Erinnerung bleiben werden“, so Tim Jud, breit?
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Wir freuen uns alle auf Spiele, die so noch keiner in seiner Karriere hatte. Es geht um sehr viel, die Hallen werden voll sein, die Stimmung ganz besonders. Das reizt jeden Sportler. Ich freue mich riesig darauf.

Bei den Fussball-Regionalligisten sorgt die Relegation zur 3. Liga seit Jahren für große Diskussionen und große Dramen am Saisonende. Unter den Handball- Drittligisten wird nun ebenfalls ein Meister, künftig unter Umständen sogar zwei, nach einer tollen Saison im Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga auf der Strecke bleiben. Ein unglücklicher Modus?
Ich finde, jeder der vier Drittliga-Meister hat sich wie jeder andere Champion auch den Aufstieg verdient. Es hilft uns aber nicht, das jetzt blöd zu finden. Wir akzeptieren das und machen uns darüber keine Gedanken. Ich freue mich auf die Aufstiegsspiele und werde alles dafür geben, dass es uns nicht erwischt.

Entscheidet in der Relegation nicht die Hand, sondern vielmehr der Kopf?
Die Bedeutung ist natürlich schon extrem. Ein Aufstieg in die 2. Bundesliga ist eine große Sache. Die Kulisse wird einmalig sein. Ich weiß, was in Eisenach und bei uns los sein wird. Dass wir Handball spielen können, haben wir bewiesen. Zudem müssen wir mental und körperlich topfit sein und in jeder Situation an uns glauben. Alles gepaart mit der Lockerheit und dem Spaß, der uns auszeichnet. Wie gerade im Herbst und Winter, als wir einen tollen Handball gespielt haben. Wenn wir so aufspielen, bin ich sehr zuversichtlich.

Fragen: Andreas Joas

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23.08.2019 19:00
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3.Liga Mitte, 01.Spieltag
TV Großwallstadt - SG Leutershausen 0 : 0
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23.08.2019 20:00
3.Liga Nord-West, 01.Spieltag
Wilhelmshavener HV - Longericher SC Köln 0 : 0
SG Menden Sauerland Wölfe - Team HandbALL Lippe II 0 : 0
3.Liga Nord-Ost, 01.Spieltag
Handball Hannover-Burgwedel - TSV Burgdorf II 0 : 0
23.08.2019 20:15
3.Liga Mitte, 01.Spieltag
HG Oftersheim/Schwetzingen - TV Gelnhausen 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 18.08.2019 19:12:33
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