Wichtiger Sieg gegen Szeged

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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10:10 Punkte – so lautet die Bilanz in der VELUX EHF Champions League für die nächsten zwei Monate. Die SG Flensburg-Handewitt schlug am Abend das Top-Team von MOL-Pick Szeged mit 27:25 (14:14).

Tobias Karlsson war kurzfristig ausgefallen. Die Alternative in der Deckung war naheliegend: Rasmus Lauge agierte abermals als Spitze einer 5:1-Formation. Hinter ihm stand Simon Hald im Zentrum. In der raschen Torfolge der Anfangsphase sah die Abwehr nicht immer glücklich aus.

Als die Zuschauer schon etwas unruhig wurden, begeisterte Torbjörn Bergerud in kurzer Folge mit drei Paraden. Magnus Jöndal verwandelte vom linken Flügel zum 8:8. Einmal „griff“ sogar Maik Machulla direkt ins Spielgeschehen ein: Ein Ball landete im Seitenaus, der Coach reichte ihn weiter an Rasmus Lauge, der per Einwurf den davoneilenden Magnus Jöndal bediente. Der Norweger wurde siebenmeterreif gefoult, was er nicht ungenutzt ließ. 10:9!

Bei Szeged steuerte nun Jean Bombac die Offensive. Das Blatt drehte sich wieder. Ein Team-Timeout und eine Glanztat von Torbjörn Bergerud, der einen Kempa-Trick des ungarischen Meisters gerochen hatte, verhinderten einen höheren Rückstand als das 12:14 nach 27 Minuten. Stehende Ovationen peitschten die SG Jungs nach vorne. Rasmus Lauge zog erfolgreich ab. Einen Gegenstoß schloss Magnus Jöndal ab – das Gehäuse war wegen einer Unterzahl des Gastes verwaist. Da kann noch mehr gehen, dachten sich die Zuschauer, die sich für die letzten 30 Sekunden allesamt erhoben. Es blieb allerdings beim Remis zum Pausentee.

Mit Wiederbeginn kam Göran Johannessen für Rasmus Lauge. Auch das Abwehr-System änderte sich: Nun lautete die Formel wieder klassisch 6:0. Torbjörn Bergerud vernagelte sein Tor trotzdem phasenweise. Seine Vorderleute konnten diese mentale Vorlage allerdings nicht nutzen. Fehlwürfe und Ungenauigkeiten verhinderten, dass sie sich absetzen konnten. Schlimmer noch: Plötzlich führte wieder Szeged. Der Rückraum riss das Zepter an sich: Jim Gottfridsson und Holger Glandorf warfen ein 19:18 heraus. Göran Johannessen im Nachsetzen, Johannes Golla mit einem Dreher, Jim Gottfridsson mit Entschlossenheit – die SG blieb nun zumindest vorne, musste aber immer wieder den Ausgleich einstecken. Dann wieder eine Parade von Torbjörn Bergerud. Im Gegenzug behielt Magnus Jöndal die Nerven und verwandelte einen selbst herausgeholten Siebenmeter zum 23:21.

Die „Hölle Nord“ tobte. Der Drops gelutscht war aber längst noch nicht. Szeged glich wieder aus und hatte in Überzahl beste Chancen. Pfosten, Latte – und kurz darauf noch ein Distanzwurf, der zwischen dem Torgestänge hin- und hersprang, die Linie aber nicht überschreiten wollte. Marius Steinhäuser düste auf das Szeged-Gehäuse und erzielte das 25:23. Juan Carlos Pastor zuckte die grüne Karte, doch die nächste Chance vereitelte Torbjörn Bergerud. Schließlich stieß Jim Gottfridsson mit seinem Treffer ins Glück. Die Siegesfeier konnte beginnen.

 

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Letzte Aktualisierung: 14.12.2018 09:36:10
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