Magdeburg war eine zu harte Nuss

Foto: Ingrid Anderson-Jensen

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Die SG Flensburg-Handewitt hat das Viertelfinale im DHB-Pokal verpasst. Sie unterlag am Abend dem SC Magdeburg mit 28:31 (15:16). „Steht auf, wenn, ihr Flensburg seid!“ Die SG hatte mit Anpfiff den Rückhalt einer vollen „Hölle Nord“. Rasmus Lauge wieder fit, Torbjörn Bergerud im Kasten und Simon Hald am Kreis – das waren die Antworten für die spannenden Fragen der Aufstellung.

Beiden Teams merkte man zunächst die Bedeutung der Partie an. Fehlerfrei verliefen die Aktionen nicht. Nach 3:44 Minuten erzielte Hampuis Wanne endlich das erste Tor. Die „Hölle Nord“ kochte.

Beide Mannschaften lieferten sich einen Fight auf Augenhöhe. Jim Gottfridsson hatte sich viel vorgenommen, zog den Ball dynamisch in die Maschen. 5:3 – das erste kleine Polster. Der SCM antwortete mit der schnellen Mitte. Auf das Rückzugsverhalten kam es an. Obwohl Torbjörn Bergerud gegen Matthias Musche einen Siebenmeter parierte, kassierten die Hausherren schnell wieder den Ausgleich. Nach rund einer Viertelstunde kamen mit Göran Johannessen und Magnus Röd die ersten frische Kräfte. Das Spiel hatte nun eine größere Effizienz. Das galt auch für die Magdeburger, die nun das Zepter übernahmen. Beim 10:11 lagen sie vorn, beim 13:15 sogar erstmals mit zwei Treffern. Hampus Wanne traf vom linken Flügel, der eingewechselte Marius Steinhauser von der anderen Seite. Gleichstand! Der Gast antwortete über den Kreis, dann steuerte Robert Weber dem 17. Tor entgegen. Doch Torbjörn Bergerud hatte etwas dagegen.

Mit stehenden Ovationen begleiteten die Zuschauer ihre Lieblinge in die Kabine. Sie wussten, dass es ein schwerer Ritt werden würde. Maik Machulla weiß indes, dass er zwei starke Schlussleute hat. Benjamin Buric stand nun zwischen den Pfosten. Die SG agierte nun viel über den Kreis. Simon Hald markierte das 18:18. Der SCM hatte im Angriff allerdings einen Lauf. Da war es schwer, überhaupt dranzubleiben. Anders Zachariassen traf zum Glück im Nachwurf. Als Lasse Svan gegen Dario Quenstedt vergab, hatten die Gäste die Chance, weiter davonzuziehen, die sie schließlich nutzten. Beim 22:26 nahm Maik Machulla ein Team-Timeout.

Torbjörn Bergerud kehrte zurück. Die SG hatte neuen Mut geschöpft. Göran Johannessen, Holger Glandorf und Jim Gottfridsson sorgten für den Anschluss. Torbjörn Bergerud kam in Fahrt. Als SCM-Coach Bennet Wiegert beim 25:26 seine grüne Karte auf den Kampfrichtertisch legte, fegte ein Stimmungsorkan durch die „Hölle Nord“. Alles war wieder möglich. Die SG hatte Feuer gefangen. Rasmus Lauge drang durch die Deckung und konnte nur unfair gestoppt werden: Siebenmeter! Hampus Wanne behielt und drehte jubeln ab. Ausgleich!

Die Streuung in den Würfen groß, die Spannung noch größer. Der Gast geriet nicht in Rückstand. 28:30 hieß es 2:15 Minuten vor Schluss – und ein Fehlpass. Der SCM spielte einen langen Angriff, der zwar mit Ballgewinn für die SG endete, aber die Uhr tickte gnadenlos. Es musste schnell der Abschluss gesucht werden. Rasmus Lauge übernahm Verantwortung – und verzog. Die Stimmungskurve fiel in den Keller. Das „Aus“! Mit aufbauenden Beifall verabschiedeten sich Mannschaft und Publikum aus dem DHB-Pokal 2018/19.

SG Flensburg-Handewitt – SC Magdeburg ? ()

SG Flensburg-Handewitt: Buric, Bergerud  – Karlsson, Hald, Golla, Glandorf, Svan, Wanne, Jeppsson, Jøndal, Steinhauser, Zachariassen, Johannessen, Gottfridsson, Lauge, Rød

SC Magdeburg: Green, Quenstedt – Chrapkowski, Bezjak, Weber, Musche, Damgaard, Christiansen, O´Sullivan, Musa, Lagergren, Molina, de la Pena, Kluge, Pettersson, Jimenez
Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Metzingen);

Zuschauer: 5500

 

 

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Letzte Aktualisierung: 21.11.2018 06:42:55
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