Brooklyn United gewinnt

Foto: Kauri Spirit /Ulf Thaler

3.Liga Ost
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Erlangen – Zuhause ist man eine Bank! Also eine halbe Bank … Mit dem dritten Heimsieg konnte man die Statistik ausgleichen und verlässt vorerst die Abstiegsränge der 3. Handball-Liga Ost. Damit bestätigt Brooklyn United seinen Ruf als Wundertüte der Ost-Liga und besiegt in einem tollen Kampfspiel die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 32:25 (12:12).

Darüber ob die zwei Punkte jetzt eingeplant waren oder nicht lässt sich streiten. Duelle gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, die man eigentlich gewinnen müsste oder sollte, setzte man ordentlich in den Sand und bekleckerte sich in Coburg und Bruchköbel nicht sonderlich mit Ruhm. Doch konnten die letzten zwei Heimspiele gegen vermeintlich stärkere Gegner erfolgreich gestaltet werden.

Bevor jetzt wieder die ersten Stimmen laut werden zu Themen wie Heimserie oder Aufwärtstrend, soll daran erinnert werden, dass sich der TV 1861 Erlangen-Bruck diese Saison nicht sonderlich mit Konstanz rühmen kann. Man schaut phrasenschweinisch von Spiel zu Spiel und kommt hauptsächlich über die Tagesform und Einstellung. Doch genau diese beiden stimmten hundertprozentig am Wochenende. Durch ein Informationsleck im Trainerstab gelangte der Schlachtplan der Brucker bereits vor der Partie in die Medien und so konnte man nicht mehr mit verdeckten Karten spielen und die Südhessen überraschen.

Doch zeigte man sich im Gegensatz zu den letzten Spielen von Anfang an von seiner besten Seite. Mit 4:1 (7:45 Minute) geriet man schnell in Führung und setzte die Gäste über ein temporeiches Angriffsspiel unter Druck. Das schmeckte dem Gästetrainer so überhaupt nicht und bereits nach sechs Minuten wurde die erste grüne Karte auf dem Zeitnehmertisch platziert. Das Trainergespann auf Brucker Seite hatte sich gut auf das Konzept der Südhessen eingestellt und die Brooklyn Spieler konnten die taktischen Ansagen gut umsetzen. Der Innenblock um Heimspielgast Bastian Krämer präsentierte sich in seiner besten Form und ließ kaum Würfe aus dem Rückraum zu.

So konnte man endlich mal wieder eine gefestigte Defensive aufweisen, was sich darin widerspiegelte, dass man lediglich zwölf Gegentore in der ersten Halbzeit zuließ. Jedoch hatte irgendjemand den Inhalt der Zielwasserflaschen durch herkömmliches Wasser ersetzt und so gestaltete sich die Torausbeute … na ja sagen wir ausbaufähig. Zahlreiche Großchancen wurden liegen gelassen und jeder Akteur nahm sich einen Fehler heraus. So stand beim Pfiff zum Pausentee ein etwas schmeichelhaftes 12:12 auf der Anzeigetafel, was wieder mal zu vielen Fehlern geschuldet war.

Doch konnte man sich diesmal aufraffen und fiel nicht wie sonst in ein Loch aus Verzweiflung und Überhastung. Torhüter Lars Goebel, der sich entschlossen hatte den Rollladen vor seinem Tor mal eben herunterzulassen, konnte sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen. Sein Pendant auf der anderen Seite hatte in beinahe halsbrecherischen Versuchen des Öfteren seinen Torraum verlassen und fing einige Gegenstoßpässe direkt aus der Luft. In Minute 36 reichte es Goebel dann schließlich und mit einem perfekt gezielten Wurf über das gesamte Spielfeld überspielte er seinen herausgeeilten Kontrahenten. Dies ließ beinahe alle Zuschauer von ihren Sitzen springen und so ging ein deutlicher Ruck durch die Brucker Reihen.

Von dann an spielte man befreit auf, behielt die Ruhe und agierte konzentrierter im Abschluss. Die HSG-Gäste hatten in der zweiten Halbzeit den Hausherren kaum etwas entgegenzusetzen, da man den Verlust von Philipp Hirning, der sich im ersten Spielabschnitt an der Schulter verletzt hatte, gut kompensierte und im Angriff bedacht und konzentriert zu Werke ging. Als Torhüter Valentin Naglik dann auch noch seinen Schädel in die Flugbahn eines Strafwurfes warf und somit diesen vereitelte, war die Messe endgültig gelesen. Man leistete sich keine Schwächephase mehr un

Es war mal wieder schön anzusehen, doch ob das ganze Folgen für die kommenden Spiele hat, weiß man nicht. Mal läuft’s und mal läuft’s nicht. Hoffentlich kann die Mannschaft an die Einstellung und Leistung nächstes Wochenende gegen den GSV Eintracht Baunatal anknüpfen und die ersten zwei Auswärtspunkte holen. Wie man im bisherigen Saisonverlauf gesehen hat, kann der Tabellenplatz des Gegners keine garantierte Schlussfolgerung über Erfolg und Misserfolg geben. Einstellung ist alles und man hat es gesehen, dass man das Zeug dazu hat zu siegen.

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Ergebnisdienst 3.Liga

14.12.2018 19:00
3.Liga Nord, 16.Spieltag
  
VfL Potsdam - Füchse Berlin Reinickendorf II 0 : 0
14.12.2018 20:00
3.Liga Nord, 16.Spieltag
  
TSV Burgdorf II - Eintracht Hildesheim 0 : 0
14.12.2018 20:15
3.Liga Ost, 16.Spieltag
  
HG Oftersheim/Schwetzingen - MSG Groß-Bieberau/Modau 0 : 0
Letzte Aktualisierung: 14.12.2018 13:56:22
Legende: ungespielt laufend gespielt